DIE IGEL Roßdorf & Gundernhausen haben sich zur Kommunalwahl 2026 in Hessen als neue unabhängige Wählergruppe in Roßdorf formiert. Wir sind eine Gruppe von Bürgerinnen und Bürgern, die an keine Parteiideologie gebunden ist, und sich nur dem Wohle der Gemeinde und ihrer Bürger verpflichtet sieht. DIE IGEL gibt es in jung und alt, aus Roßdorf und Gundernhausen, als kommunalpolitisch Erfahrene wie auch als politische Neueinsteiger. Uns eint, dass wir gerne in unserer Kommune leben und mit unserer politischen Arbeit dazu beitragen wollen, dass Roßdorf & Gundernhausen weiterhin liebens- und lebenswert bleibt.
DIE IGEL sind streng demokratisch organisiert und stehen fest verankert auf der freiheitlich demokratischen Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland. Für Extreme ist bei uns kein Platz, für Vielfalt dagegen unbedingt. Die überfraktionelle Zusammenarbeit ist uns wichtig, um politische Ergebnisse auf einen breiten Konsens stützen zu können.
Sachgerechte politische Entscheidungen, die alle Aspekte des Gemeinwohls berücksichtigen, und die zügig umgesetzt werden – dafür wollen DIE IGEL arbeiten. Wir wollen die politischen Prozesse und das Verwaltungshandeln für die Bürger verstehbar machen und Ansprechpartner für die Anliegen der Bürger sein.
Von Wahlversprechen halten wir nichts. Uns ist bewusst, dass Roßdorf – wie die wohl meisten Kommunen in Hessen – finanziell am Limit ist. Große Sprünge sind aktuell nicht möglich. Aber Stillstand steht nicht auf unserem Programm. Es gilt vielmehr, mit Sorgfalt und Augenmaß in eine sichere und glückliche Zukunft von Roßdorf und Gundernhausen zu investieren. In unserem Wahlprogramm finden Sie dazu die Themen, an denen DIE IGEL in der kommenden Legislaturperiode arbeiten wollen. Es sind ausschließlich Themen und Ideen, von denen DIE IGEL davon ausgehen, dass sie mit zielorientierter Planung, Organisation, Willen zur Verbesserung und gemeinschaftlichem Einsatz ökonomisch auch umsetzbar sind.
Die Finanznot unserer Kommune ist unverschuldet. Zu viele soziale Aufgaben werden der Gemeinde von Bund und Land aufgebürdet, ohne die finanzielle Last hieraus ausreichend auszugleichen. DIE IGEL setzen sich deshalb für eine nachhaltige Finanzpolitik ein: Verantwortungsvoll sparen, Zukunft und Fortschritt gleichsam sichern. Alle Kosten, ob Pflicht- oder freiwillige Aufgabe der Verwaltung sind auf den Prüfstand zu stellen. Kosten müssen sachgerecht reduziert und Einnahmen fachmännisch gesteigert werden, um die aktuell aufgebrauchten Rücklagen wieder aufbauen zu können. Roßdorf muss als Standort für das örtliche Gewerbe attraktiver werden. Die Eigenimmobilien der Gemeinde müssen entweder nachhaltig saniert oder verkauft werden. Grundeigentum der Gemeinde muss ökonomisch optimal eingesetzt werden – wie zum Beispiel mit der Generierung von Pachteinnahmen für die von der Kommune geplanten zwei neuen Windräder. Für Investitionen, Projekte und Vorhaben sind öffentliche Förderprogramme bestmöglich auszuschöpfen, aber auch die Einbindung vom Investoren, Sponsoren oder fachqualifizierten Trägern ist essentiell, um die Wirtschaftlichkeit der Kommune sicherzustellen.
DIE IGEL sind der Meinung, dass hierfür – nötigenfalls mit externer Fachkompetenz – ein zukunftsorientiertes, nachhaltig sicherstellendes kommunales Finanzkonzept auf den Weg gebracht werden muss, damit Roßdorf auch in Zukunft sich entwickeln kann. Mit einem solchen könnten weitere Erhöhungen der Grundsteuer, die wie ein Damokles-Schwert über der Kreativität und Beschlussfreudigkeit der Fraktionen und am Ende über den Bürgern lastet, im besten Fall abgewendet werden.
Unsere Gemeinde ist mehr als nur ein Verwaltungsbezirk. Hier leben Menschen miteinander
und ein Miteinander braucht Räume, um sich zu begegnen. Einen wichtigen Beitrag hierzu leisten die örtlichen Vereine mit ihren vielen Ehrenamtlichen, die in Roßdorf und Gundernhausen aktiv sind. Ihre Arbeit gilt es zu unterstützen und zu fördern und privaten Einsatz gebührend wertzuschätzen.
Viele Vereine sind angewiesen auf die kostenlose Nutzung der gemeindlichen und kreiseigenen Hallen. Vereinseigene Sportstätten indes würden das Gedränge um Hallenzeiten wie auch den kommunalen Geldsäckel spürbar entlasten. Ein verlässlicher Ansprechpartner in der Gemeinde zur Beantragung der notwendigen Fördergelder wäre ein erster Schritt der Hilfe zur Selbsthilfe.
Ehrenamt außerhalb der Vereinsarbeit kann Projekte zum Aufbau und zur Pflege sozialer, auf Integration von älteren, kranken und neuankommenden Menschen in unserer Kommune möglich machen, wie zum Beispiel örtliche Treffs und Selbsthilfegruppen. Dafür braucht es jedoch eine gemeindliche Koordination. DIE IGEL unterstützen daher ausdrücklich die Idee einer Ehrenamtsstelle in der Gemeindeverwaltung Roßdorf.
Weitere Projekte im Fokus der IGEL sind die Wiederbelebung der Ortsmitten von Roßdorf und Gundernhausen als Zentren der Begegnung und des sozialen Miteinanders von Jung und Alt. Ein Wochenmarkt in Gundernhausen, der die prekäre Versorgungssituation insbesondere der älteren, nicht mehr mobilen Bürgerinnen und Bürger ein Stück weit entlasten und eine Lücke füllen könnte, die durch den zu erwartenden Umzug der Gundernhäuser Grundschule an den Fuß des Stetteritz entstehen wird, ein Bewegungs- und Generationenparcours in der Riedsbachaue, ein Seniorenspielplatz am Viehweg oder gar eine Hundewiese für unsere vierbeinigen Mitbürger. Es ist ein bunter Strauß an Möglichkeiten. Mit ihnen möchten sich DIE IGEL in der kommenden Legislaturperiode befassen.
Kleinste Einheit des sozialen Miteinanders sind die Familien. Sie bilden das Fundament der Gesellschaft. Senioren spielen dabei eine wichtige Rolle, denn sie sind Erfahrungs- und Wissensträger. Kinder und Jugendliche sind unsere Zukunft. Sie alle zu unterstützen, ist eine zentrale Aufgabe des Sozialstaates, an die selbstverständlich auch die Kommune gebunden ist.
Familien müssen durch verlässliche und bezahlbare Betreuungsangebote in personell und sachlich gut ausgestatteten Kinderbetreuungsstätten entlastet werden. Hierfür sind regelmäßige Sitzungen des Runden Tischs Kinderbetreuung, bei denen auch die Eltern als unmittelbar Betroffene gehört werden müssen, unerlässlich, um den Status Quo und den Bedarf sachgerecht zu ermitteln und zukunftsorientiert planen zu können.
Auf dem Weg zum Erwachsenwerden liegen viele Stolpersteine. Ein familienexterner aber doch begleiteter Freiraum erscheint uns wichtig, die örtliche Jugend beim Heranwachsen zu unterstützen. Die Arbeit der Kinder- und Jugendförderung muss hierfür dringend besser aufgestellt werden. Zu viele Projekte sind hier wegen Personalmangels auf der Strecke geblieben.
Und unsere Senioren ? Die sind echte Manpower. So viele Senioren arbeiten im Ehrenamt und leisten einen wichtigen Beitrag zum sozialen Miteinander. Wenn jedoch Senioren Hilfe brauchen, muss das Gemeinwesen für sie verfügbar sein. Eine Seniorensprechstunde, die zu Themen wie Betreuung und Pflege berät und in Zusammenarbeit mit dem Ehrenamtsbüro tätige Unterstützung wie ehrenamtliche Besuchsdienste, Einkaufshilfen oder Begleitung zu Arztbesuchen organisiert, ist ein Projekt, das den IGELN am Herzen liegt.
Wir leben auf dem Land, Wege können hier weit sein. Eine nachhaltig sichergestellte örtliche Versorgung durch Haus- und Kinderärzte gehört zur gesetzlich vorgeschriebenen Daseinsvorsorge durch die Kommune. DIE IGEL haben sich in der aktuellen Legislaturperiode konsequent für die Sicherstellung der ärztlichen Versorgung in Roßdorf und Gundernhausen eingesetzt. Hier werden DIE IGEL weiter am Ball bleiben.
Häusliche, ambulante und stationäre Pflege im Alter, bei Gebrechlichkeit und Krankheit vor Ort sichern bedeutet, Zuhausebleiben in Roßdorf und Gundernhausen sichern. Eine Tagespflegestätte für Demenzkranke, gar eine Demenz-WG, aber auch inklusive Maßnahmen für psychisch Erkrankte oder auch nur solche gegen Einsamkeit im Alter, sind Themen auf der Agenda der IGEL. Hier gilt es, in enger Zusammenarbeit der Gemeinde mit lokalen oder regionalen Trägervereinen Konzepte zu entwickeln, die eine bedarfsgerechte Daseinsfürsorge für die Bedürftigen in unserer Kommune nachhaltig sichern.
Die Feuerwehren leisten ehrenamtlich unverzichtbare Arbeit für den Brandschutz und die Sicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger im Ort. Das an der B38 geplante Gefahrenabwehrzentrum erweitert unbestreitbar auch die Möglichkeiten der örtlichen Feuerwehr. Jedoch darf die Effizienz der Feuerwehren, die sich gerade aus den Standorten in beiden Ortsteilen ergibt, nicht außer Acht gelassen werden. Einen echten und vor allem zeitnah nutzbaren Mehrwert sehen DIE IGEL in der Bestellung eines hauptamtlichen Gerätewartes, der mit seiner Arbeit die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr in Roßdorf und Gundernhausen sicherstellt und das bislang hierfür eingesetzte Ehrenamt entlastet.
Die Schulen in Roßdorf und Gundernhausen liegen zwar grundsätzlich in der Verantwortung des Landkreises, doch bei diesem wichtigen Thema darf die Gemeinde und werden die IGEL keinesfalls die Hände in den Schoß legen. Die Grundschulen beider Ortsteile sind lange in die Jahre gekommen. Für Gundernhausen steht ein Schulneubau an. Der Landkreis hat sich für eine Umsetzung am Fuß des Stetteritz entschieden. Aber die An- und Einbindung in die Örtlichkeit kann an der Kommune nicht vorbeigehen. Hier möchten sich DIE IGEL für eine frühzeitige Beteiligung auch der Bürgerschaft einsetzen, denn es sind Eltern, Schüler, Anwohner und Bürger, deren Interessen von dem Großprojekt unmittelbar betroffen sein werden. Und bis es dann soweit ist mit einem Umzug der Grundschule, bleibt genügend Zeit, beim Landkreis auf die am alten Standort dringend notwendige Sanierung der Toilettenanlage hinzuwirken.
Wir setzen uns für eine Sanierung der beiden Friedhöfe ein und wollen daran arbeiten, dass das lange währende Ringen um einen Friedwald auf gemeindlicher Gemarkung nun zeitnah zu einem positiven Abschluss gebracht wird.
Wohnen ist sehr teuer geworden. Die Verfügbarkeit von bezahlbarem Wohnraum ist für eine Gemeinde wie Roßdorf in der Metropolregion Rhein-Main ein elementarer Bestandteil der kommunalen Daseinsfürsorge. Hier gilt es, gemeindeeigene Belegungsrechte zu sichern, soziale Wohnungsbauprojekte in genossenschaftlichen Modellen zu fördern sowie gemeindeeigenen Wohnraum zu erhalten und zu sanieren, um ihn bedarfsgerecht und an moderne Standards angepasst dem Wohnungsangebot in der Gemeinde zuzuführen. Dringend erscheint den IGELN auch die Sanierung der gemeindeeigenen Objekte, in denen Wohnraum vermietet ist, wie z.B. in der Alten Bahnhofstraße.
Eine gut funktionierende Infrastruktur ist Grundlage für Sicherheit, Versorgung und Lebensqualität in der Kommune. DIE IGEL setzen sich für den Erhalt und die bedarfsgerechte Weiterentwicklung der öffentlichen Infrastruktur in Roßdorf und Gundernhausen ein.
Notwendige Sanierungen der Straßen, wie beispielsweise der Ringstraße in Roßdorf, sollten mithilfe projektbezogener öffentlicher Fördermittel vorangetrieben werden.
Die Schulwege wie auch die Parksituation vor Kitas und den Grundschulen müssen dringend geprüft und konzeptionell überdacht werden, um die Sicherheit für Kinder und Jugendliche, Eltern, Anwohner und Verkehrsteilnehmer zu gewährleisten.
Im Rahmen der sozialen Daseinsvorsorge sollten Gemeindewohnungen oder Belegungsrechte vorgehalten werden, die ein barrierefreies Wohnen ermöglichen. So kann auch Menschen mit körperlicher Beeinträchtigung ein angemessenes und menschenwürdiges Wohnen und Leben in Roßdorf und Gundernhausen ermöglicht werden.
Die Gemeinde muss Notunterkünfte bereithalten, um Obdachlosigkeit zu verhindern und Menschen in akuten Notsituationen unterbringen zu können. Nicht zuletzt die vermehrt auftretenden Extremwetterlagen lassen hier ein effizientes und vorausschauend planendes Handeln unerlässlich erscheinen. Es sollte der Bestand geprüft und an die gesetzliche Verpflichtung der Kommune angepasst werden. Die Sanierung der Gemeindeimmobilie in der Egerländerstraße zu diesem Zweck steht nach Ansicht der IGEL mehr als dringend an.
Förderprogramme wie „Zukunft Innenstadt“ oder „Lebendige Zentren“ sollten bestmöglich genutzt werden, um die Ortskerne von Roßdorf und Gundernhausen wieder zu lebendigen, generationenübergreifenden Treffpunkten zu machen. Die Aufenthaltsqualität in beispielsweise der Darmstädter Straße oder der Riedsbachaue in Roßdorf oder rund um Park und Kirchplatz in Gundernhausen muss dringend durch geeignete Maßnahmen erhöht werden. Bei der strukturellen Planung ist die frühzeitige Einbindung der Gemeindevertretung wie auch der beteiligten Interessen von Bürgerschaft, Anwohnern und Gewerbetreibenden für DIE IGEL essentiell, um Akzeptanz zu schaffen durch Transparenz und Nachvollziehbarkeit.
Mobilität ist ein zentraler Bestandteil der Lebensqualität in Roßdorf und Gundernhausen. DIE IGEL setzen sich für eine Verkehrspolitik ein, die „alle mitnimmt“.
Die Fuß- und Radwege müssen gepflegt und unter ökologisch-ökonomischen Aspekten so beleuchtet sein, dass sie insbesondere im Dunkeln und auf Schulwegen sicher nutzbar sind.
Der verkehrsbauliche Abschluss IM MÜNKEL und seine Anbindung an den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) ist voranzutreiben. Für den Kreisel möchten sich DIE IGEL für einen Wettbewerb unter kommunalen Bewerben für eine Gestaltung zu den Themen Kunst, Kultur, Wissenschaft oder Historie stark machen.
Der ÖPNV von und nach Richtung Darmstadt ist für die Nachtzeit zu optimieren, damit insbesondere jugendliche Nachteulen nicht auf gefährliche Alternativen angewiesen sind. Aktuell fallen zur Nachtzeit zu viele Busse nach Roßdorf aus. Für tagsüber wollen DIE IGEL sich für eine kostengünstigere Anbindung der Bürgerinnen und Bürger aus abseits der Ortsmitte gelegenen Gebieten in Roßdorf wie auch aus Gundernhausen einsetzen, damit die täglichen Wege der Versorgung zum Einkauf oder zum Arzt bezahlbar bleiben. DIE IGEL favorisieren gegenüber einem kostenintensiven Bürger-Ruf-Taxi ein erschwingliches innerörtliches Monats- oder Jahresbusticket. Zu diesen Themen ist zeitnah in intensive Gespräche mit der DADINA, der Darmstadt-Dieburger-Nahverkehrsorganisation, und der HEAG mobilo als operativem Verkehrsdienstleistungsunternehmen in der Region zu gehen.
Für die an vielen Stellen von Roßdorf und Gundernhausen dringend notwendige Straßensanierung sollen Fördermittel sinnvoll eingesetzt und die Maßnahmen genutzt werden, eine intelligente Verkehrsplanung, die den Bedürfnissen aller Verkehrsteilnehmer und der Anwohner gerecht wird, umzusetzen. DIE IGEL werden sich weiter stark machen dafür, dass die Bürgerinnen und Bürger zu wesentlichen Änderungen an Verkehrswegen oder Parkregelungen gehört werden, BEVOR Beschlüsse gefasst werden. Regelmäßige Mobilitätsbefragungen und frühzeitig organisierte Bürgerforen oder Workshops erscheinen den IGELN geeignete Mittel einer zielorientierten Bürgerbeteiligung an dieser Stelle.
Roßdorf ist auf eine starke örtliche Wirtschaft angewiesen. Die Gewerbesteuereinnahmen sind eine der wichtigsten Einnahmequellen der Kommune. DIE IGEL stehen für eine Gewerbesteuerpolitik, die Unternehmen Anreize bietet, sich in Roßdorf und Gundernhausen niederzulassen oder bestehende Standorte weiter zu entwickeln. Die Gewerbesteuer zu diesem Zweck abzusenken, sollte in Erwägung gezogen, muss aber sorgfältig geprüft werden, denn die Gemeinde braucht die Gewerbesteuereinnahmen zur Erfüllung ihrer kommunalen und der ihr von Bund und Land überbürdend aufgetragenen Aufgaben. Die Unternehmen brauchen Planungssicherheit und mit ihnen die Arbeitnehmer, die sich am Gewerbestandort niederlassen und ihrerseits für Steuereinnahmen der Gemeinde sorgen. Allerdings sind der Förderung der Wirtschaft auch Grenzen zu setzen. Es gilt die Balance zu halten zwischen wirtschaftlicher Entwicklung, Flächenschonung und Lebensqualität in Roßdorf und Gundernhausen. Ein mit der Entwicklung der Wirtschaft einhergehender kostenintensiver infrastruktureller Mehrbedarf sollte bei der strukturellen Planung zur Weiterentwicklung des Wirtschaftsstandortes gehörig berücksichtigt werden.
DIE IGEL wollen sich deshalb stark machen für ein Dialogforum Wirtschaft: Ein runder Tisch aus Unternehmern, Verwaltung, Kommunalpolitik, interessierten Bürgerinnen und Bürgern sowie örtlichen Experten, der regelmäßig zusammenkommt, um sich auszutauschen zu Standortfragen, Verwaltungsabläufen, Gewerbesteuer, Flächenentwicklung und anderen strukturellen Fragen. Ziel ist die Stärkung der örtlichen Wirtschaft unter Berücksichtigung der Interessen von Kommune und Bürgerschaft. Das Forum soll beratende Funktion haben und praxisnahe Impulse für kommunale Entscheidungen liefern.
Energienot ist längst kein Motiv nur aus Science-Fiction-Filmen mehr, sondern ist mit dem Klimawandel, Öl- , Gaskrisen und Kriegen zur realen Bedrohung der Gegenwart geworden. Lebensqualität, soziale Gerechtigkeit und gesellschaftliche Stabilität hängen von einer verlässlichen Energieversorgung ab. Genügend regenerativ erzeugte elektrische Energie ist und wird in Zukunft immer mehr die ökonomische Basis für die Handlungsfähigkeit auf staatlicher, kommunaler wie auch auf privater Ebene sein.
Die IGEL verfolgen daher sehr genau die Umsetzung der kommunalen Beschlüsse zum Thema Windenergie. Zwei weitere Windräder auf dem Tannenkopf liefern saubere Energie und schaffen gleichzeitig über die Pachteinnahmen eine zuverlässige Einnahmequelle für die Gemeinde und sowie für die daran über eine Projektgesellschaft beteiligten Bürgerinnen und Bürger.
Photovoltaik-Module auf möglichst vielen öffentlichen Gebäuden in Kombination mit Batteriespeichern würden dazu beitragen, Roßdorf unabhängiger von Energie aus Kohlekraftwerken mit der damit verbundenen Kohlendioxid-Produktion machen. Hier gilt es, wertvolle Impulse örtlicher und regionaler Energie-Experten für die Kommune zu nutzen. Den IGELN ist eine intensive und lösungsorientierte Zusammenarbeit von Experten, Politikern und Verwaltung im Kommunalen Klimaschutz-Team der Gemeinde Roßdorf besonders wichtig.
DIE IGEL möchten die kommunale Energieberatung für Bürgerinnen und Bürger durch Einbindung örtlicher Fachexpertise im Ehrenamt entlasten, um vorhandene energetische Potentiale ökologisch und ökonomisch zum Wohle der Eigentümer wie auch des Klimas und der Umwelt nutzbar zu machen.
Der Klimawandel ist ein globales Phänomen, das uns zum Handeln auch auf kommunaler Ebene zwingt. Roßdorf und Gundernhausen müssen dringend für Extremwetterlagen gerüstet werden. Auch hier versprechen sich DIE IGEL von einem starken Kommunalen-Klimaschutzteam eine deutliche Entlastung der Verwaltung dabei, geeignete Wege zur Problemlösung zu finden und eine zeitnahe Umsetzung vor Ort sicherzustellen.
DIE IGEL setzen sich für einen verantwortungsvollen Umgang mit der Umwelt, der Natur und der Kulturlandschaft in den Gemarkungen von Roßdorf und Gundernhausen ein. Der Schutz von Naturflächen und Naherholungsräumen ist Voraussetzung für Lebensqualität, Gesundheit und eine nachhaltige Entwicklung unserer Gemeinde.
Bei kommunalen Planungen sind bestehende Strukturen vorrangig zu nutzen, um den Flächenverbrauch weitgehend zu begrenzen. Kommunale Grünflächen, Biotope und Landschaftselemente müssen erhalten, gepflegt und ökologisch aufgewertet werden. Der Arten- und Biotopschutz muss gestärkt und Ersatz- und Ausgleichsmaßnahmen bei unerlässlichen Eingriffen konsequent umgesetzt werden. Schon lange ist die Baumersatzpflanzung zwischen Viadukt und Kreisel in Roßdorf beschlossen, umgesetzt ist aber bislang nichts.
Bei allen gemeindlichen Vorhaben sind die Umwelt-, Nutzungs- und Entwicklungsinteressen unter Beteiligung der Betroffenen transparent abzuwägen. Landwirtschaft, Naturschutz und Bürgerschaft sollen bei umweltrelevanten Entscheidungen frühzeitig einbezogen werden. Ein Thema, das für DIE IGEL aktuell insbesondere für den Münkel wie auch die anstehende Neugestaltung der Riedsbachaue wichtig ist.
Dem Gemeindewald ist besonderes Augenmerk zu widmen. Unser Wald leidet unter dem Klimawandel. Es gilt, ihn zu sichern, zu entwickeln und dabei widerstands- und anpassungsfähiger an die neuen, sich weiter ändernden klimatischen Bedingungen in unseren bislang gemäßigten Breiten zu machen. Für einen Friedwald auf Gemarkung der Gemeinde muss mit den Maßgaben effektiven Umwelt- und Naturschutzes wohlbedacht über einen geeigneten Standort entschieden werden. Auch hier werden DIE IGEL sich für ein transparentes Verfahren und zielorientierte Bürgerbeteiligung bei gleichzeitig konsequenter Nutzung örtlicher Expertise einsetzen.
Eine bürgerfreundliche Verwaltung ist ein zentraler Baustein für Vertrauen in die Kommunalpolitik.
Die Abschaffung der Terminpflicht in der Gemeindeverwaltung wäre ein guter Schritt hin zu verlässlichen und bürgerfreundlichen Servicezeiten. Digitale Service-Angebote, wie Online-Termine und Formulare, sollten ausgebaut werden – ohne den persönlichen Service zu ersetzen, denn den IGELN ist klar, dass viele ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger auf diesen nicht verzichten können.
Ganz besonders wichtig ist den IGELN die frühzeitige Bürgerinformation und -beteiligung bei wichtigen Vorhaben, wie z.B. die wesentliche Änderung von Verkehrsführungen, die Neugestaltung der durch den Umzug der Gundernhäuser Grundschule frei werdenden Ortsmitte oder die Neugestaltung der Riedsbachaue jenseits der bisherigen, von der Politik noch getragenen Planung. Sie schafft Transparenz und Zuversicht, dass von der Verwaltung die Bürgerinteressen ausreichend berücksichtigt werden.
Die jährlichen Bürgerversammlungen sollten neu überdacht und effizienter gestaltet werden. Wünschenswert wäre, dass die Veranstaltungen online verfolgt und auch online Fragen gestellt werden können.
Schlussendlich begrüßen DIE IGEL, dass bei den Bürgerversammlungen der Vorsitzende der Gemeindevertretung umfassend über die Tätigkeit der Gemeindevertretung informiert. DIE IGEL halten dies für ein wichtiges Element einer ausgewogenen Informationspolitik von Seiten der Gemeinde in Richtung ihrer Bürgerinnen und Bürger.
DIE IGEL – Unabhängige Wählergruppe und Fraktion in Roßdorf und Gundernhausen
im Februar 2026