Kurzversion
1. Unser Anspruch
DIE IGEL sind eine unabhängige Wählergruppe in Roßdorf und Gundernhausen. Streng demokratisch organisiert, ohne Platz für Extreme, aber sehr wohl für Vielfalt. Überfraktionelle Arbeit ist den IGELN wichtig für einen breiten Konsens kommunal-politischer Entscheidungen. Sachgerechte Entscheidungen unter Berücksichtigung aller Aspekte des Gemeinwohls, die zügig umgesetzt werden – dafür kämpfen DIE IGEL. Keine Wahlversprechen. Vorgeschlagen wird nur, was sich ökonomisch auch umsetzen lässt.
2. Finanzen.
DIE IGELN fordern eine nachhaltige Finanzpolitik, bei der alle Kosten auf Unerlässlichkeit geprüft werden. Rücklagen müssen wieder aufgebaut und der Wirtschaftsstandort Roßdorf-Gundernhausen gestärkt werden. Grundeigentum muss ökonomisch optimal genutzt werden, wie z.B. durch Pachteinnahmen für neue Windräder. Öffentliche Förderprogramme sind bestmöglich auszuschöpfen, Investoren, Sponsoren und fachqualifizierte Träger sind gewinnbringend einzubinden, um die Wirtschaftlichkeit der Kommune sicherzustellen. Ein kommunales Finanzkonzept muss erstellt werden, um die Zukunft von Roßdorf-Gundernhausen zu sichern.
3. Soziales Miteinander
Die örtlichen Vereinen und vielen Ehrenamtlichen leisten einen wichtigen Beitrag für das soziale Miteinander in der Gemeinde. hierzu. Ihre Arbeit gilt es zu fördern und wertzuschätzen. Viele Vereine sind auf die kostenlose Nutzung der Hallen angewiesen. Vereinseigene Sportstätten könnten eine spürbare Entlastung liefern. Die Gemeinde sollte ein verlässlicher Ansprechpartner zur Generierung der notwendigen öffentlichen Fördergelder sein. Ehrenarbeit außerhalb der Vereine kann Projekte für soziale Integration von Alten, Kranken und Neuankommenden ermöglichen. DIE IGEL unterstützen daher die Einrichtung einer Ehrenamtsstelle in der Gemeindeverwaltung Roßdorf. Die Wiederbelebung der Ortsmitten ist ein weiteres Anliegen der IGEL. Ein Wochenmarkt könnte die Versorgungssituation in Gundernhausen entschärfen, ein Generationenparcours die Riedsbachaue aufwerten, ein Seniorenspielplatz den Viehweg. Eine Hundewiese würde die Steuerzahler für unsere vierbeinigen Mitbürger erfreuen.
4. Familie, Senioren, Kinder und Jugendliche
Familien müssen durch verlässliche und bezahlbare Kinderbetreuungsplätze entlastet werden. Beim Runden Tisch Kinderbetreuung müssen auch die Eltern gehört werden, um sachgerecht planen und handeln zu können. Die Kinder- und Jugendförderung muss gestärkt werden, da zu viele Projekte dort wegen Personalmangels ausfallen. Eine Seniorensprechstunde könnte tätige Hilfe im Ehrenamt vermitteln, wie zum Beispiel Besuchsdienste, begleitete Arztbesuche oder Einkaufshilfen.
5. Kommunale Daseinsvorsorge
DIE IGEL kämpfen für eine nachhaltig sichergestellte örtliche Versorgung durch Haus- und Kinderärzte, sowie ein breites örtliches Angebot an Pflege bei Gebrechlichkeit, Krankheit und Alter. Es müssen mit geeigneten Trägervereinen Konzepte entwickelt werden für z.B. Tagespflegestätten, eine Demenz-WG oder aufsuchende Betreuung im Rahmen inklusiver Maßnahmen gegen Krankheit und Vereinsamung. Für die Feuerwehren wünschen sich DIE IGEL einen hauptamtlichen Gerätewart, der die Einsatzbereitschaft der beiden Feuerwehrstandorte sicherstellt und das Ehrenamt an dieser Stelle entlastet. Schule liegt zwar im Zuständigkeitsbereich des Landkreises, doch die Grundschulen sind veraltet und es steht für Gundernhausen ein Neubau an. Die An- und Einbindung in die Örtlichkeit jedoch kann nicht an der Kommune und darf nicht an den Familien, den Anwohnern, den Bürgern und den betroffenen Vereinen vorbeigehen. DIE IGEL werden sich stark machen dafür, dass die Gemeindeverwaltung die örtlichen Bedürfnisse und Anliegen zum Thema Schule konsequent gegenüber dem Landkreis vertritt. Die Friedhöhe beider Ortsteile sind zu sanieren und das Thema Friedwald muss nun zeitnah zu einem positiven Abschluss gebracht werden.
6. Wohnen
DIE IGEL setzen sich für bezahlbaren Wohnraum durch Sicherung gemeindlicher Belegungsrechte und Förderung sozialer Wohnungsbauprojekte ein. Gemeindeeigener vermieteter Wohnraum, wie z.B. die Egerländer Straße oder Alte Bahnhofstraße, ist dringend zu sanieren.
7. Infrastruktur und Ortsentwicklung
Notwendige Straßensanierung ist mithilfe öffentlicher Fördermittel voranzutreiben. Schulwege und die Verkehrssituation vor Kitas und Grundschulen sind dringend neu und auf mehr Sicherheit zu konzeptionieren. Gemeindewohnungen sollten auch barrierefrei und Notunterkünfte in gesetzlich vorgeschriebener Weise wohngerecht bereitgehalten werden. Öffentliche Förderprogramme sollten unter weitestgehender Bürgerbeteiligung und Berücksichtigung aller betroffenen Interessen transparent und nachvollziehbar für eine zukunftsoriente Ortsentwicklung eingesetzt werden.
8. Mobilität und Verkehr
Fuß-, Rad- und Schulwege müssen gepflegt und sicher nutzbar sein. Der MÜNKEL muss zeitnah an den ÖPNV angebunden werden, sein Kreisel könnte durch einen Wettbewerb kommunaler Bewerber zu Themen aus Kunst, Kultur, Wissenschaft oder Historie gestaltet werden. Der ÖPNV aus Richtung Darmstadt ist zur Nachtzeit zu verbessern und es sollte sich für ein erschwingliches innerörtliches Monats- oder Jahresticket bei der zuständigen DADINA und den operativen Verkehrsdienstleistern stark gemacht werden. Die notwendige Straßensanierung sollte zu einer intelligenten Verkehrsplanung genutzt werden, für die bei wesentlicher Änderung an Verkehrswegen oder Parkregelungen alle beteiligten Interessen rechtzeitig vorher gehört werden.
9. Wirtschaft und Gewerbesteuer
Die Gewerbesteuereinnahmen sind für die Aufgabenerfüllung der Kommune unverzichtbar. Zur Stärkung des Wirtschaftsstandortes sollte eine Absenkung der Gewerbesteuer zumindest geprüft werden, jedoch gilt es Balance zu halten zwischen wirtschaftlicher Entwicklung, Flächenschonung und Lebensqualität in der Gemeinde. DIE IGEL setzen sich ein für ein Dialogforum Wirtschaft, mit dem Gewerbetreibende gemeinsam mit Verwaltung, Politik und Bürgern am runden Tisch die Belange der örtlichen Wirtschaft im Einklang mit den Interessen von Kommune und Bürgerschaft auf den Weg bringen können.
10. Energie, Windräder, Klima
Energienot ist eine Gefahr für die Lebensqualität, soziale Gerechtigkeit und gesellschaftliche Stabilität. Neue Windräder am Tannenkopf liefern saubere Energie und zuverlässige Einnahmen an Pacht für die Gemeinde sowie Rendite für die beteiligten Bürgerinnen und Bürger. PV-Anlagen sollten auf möglichst vielen Dächern der Kommune sich finden. Örtliche und regionale Energie-Expertise sollte hierfür wie auch für die wichtige Arbeit im Kommunalen Klimaschutz-Team der Gemeinde genutzt werden.
11. Umwelt- und Naturschutz
DIE IGEL setzen sich für den verantwortungsvollen Umgang mit Umwelt, Natur und Kulturlandschaft ein. Flächenverbrauch ist weitgehend zu begrenzen, kommunale Grünflächen und Biotope sind zu erhalten, pflegen und aufzuwerten. Bei unerlässlichen Eingriffen sind Ersatz- und Ausgleichsmaßnahmen konsequent umzusetzen. Die Artenvielfalt ist durch geeignete Maßnahmen zu schützen und zu stärken. Alle gemeindlichen Vorhaben sollen diese Maßgaben befolgen und die beteiligten örtlichen Interessen frühzeitig und transparent einbinden. Der Gemeindewald ist wegen des Klimawandels besonders zu schützen und widerstands- und anpassungsfähiger zu machen.
12. Bürgerfreundliche Verwaltung
Eine bürgerfreundliche Verwaltung ist zentraler Baustein für Vertrauen in die Kommunalpolitik. DIE IGEL sind für die Abschaffung der Terminpflicht im Rathaus und den Ausbau digitaler Serviceangebote. Wichtige Vorhaben sollten von frühzeitiger Bürgerinformation und -beteiligung begleitet werden. Die jährlichen Bürgerversammlungen sollten online verfolgt und es sollten online auch Fragen gestellt werden können. Schlussendlich begrüßen DIE IGEL, dass auf den Bürgerversammlungen der Vorsitzende der Gemeindevertretung umfassend über die Tätigkeit der Gemeindevertretung informiert. DIE IGEL halten dies für ein wichtiges Element einer ausgewogenen Informationspolitik von Seiten der Gemeinde in Richtung ihrer Bürgerinnen und Bürger.
DIE IGEL Roßdorf & Gundernhausen
im Februar 2026